AGB & ADSp 2017
Wie die Bedingungen einer Spedition aufgebaut sind: ADSp 2017, HGB, CMR, Haftungsgrenzen und Schadenanzeige — als Muster im Entwurf.
Diese Seite ist ein Schaustück. „FRACHTWERK Transport & Spedition“ gibt es nicht. Firma, Anschrift in Duisburg, Fuhrpark, Preise, Sendungsnummern, Referenzen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind erfunden und dienen allein der Darstellung eines Webauftritts für eine Spedition. Es werden keine Aufträge angenommen, keine Verträge geschlossen und keine Güter befördert. Verantwortlich für Betrieb und Inhalt dieser Seite ist die Miliienko Studio.
1. Geltungsbereich
Diese Bedingungen zeigen, wie die AGB einer Spedition aufgebaut wären. Sie begründen keine Rechte und Pflichten, weil über diese Seite keine Verträge geschlossen werden.
Für die Beförderung, Lagerung und speditionelle Behandlung von Gütern würden die Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen 2017 (ADSp 2017) gelten, ergänzt durch die Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (§§ 407 ff. HGB für den Frachtvertrag, §§ 453 ff. HGB für den Speditionsvertrag, §§ 467 ff. HGB für das Lagergeschäft). Bei grenzüberschreitenden Straßentransporten gilt vorrangig das Übereinkommen über den Beförderungsvertrag im internationalen Straßengüterverkehr (CMR).
2. Angebot und Auftrag
Angebote sind freibleibend und gelten 14 Tage. Ein Auftrag kommt mit unserer schriftlichen Bestätigung zustande. Maßgeblich sind die vom Auftraggeber gemeldeten Angaben zu Art, Gewicht, Maßen und Beschaffenheit des Gutes; weichen diese ab, wird nach tatsächlichem Aufwand abgerechnet.
3. Pflichten des Auftraggebers
- Beförderungssichere Verpackung und Kennzeichnung des Gutes (§ 411 HGB)
- Vollständige Angaben zu gefährlichen Gütern vor der Abholung (§ 410 HGB, ADR)
- Bereitstellung geeigneter Lade- und Entlademöglichkeiten
- Anzeige besonderer Werte, Fristen oder Temperaturanforderungen vor Auftragserteilung
Nicht angemeldete Gefahrgüter berechtigen zur Verweigerung oder zum Abbruch der Beförderung auf Kosten des Auftraggebers.
4. Haftung
Die Haftung als Frachtführer ist nach § 431 HGB auf 8,33 Sonderziehungsrechte je Kilogramm des Rohgewichts der Sendung begrenzt. Bei speditioneller Tätigkeit gilt zusätzlich Ziffer 23 ADSp 2017 mit einer Begrenzung auf 1,25 Millionen Euro je Schadenfall und 2,5 Millionen Euro je Schadenereignis. Für das Lagergeschäft gilt Ziffer 24 ADSp 2017.
Diese Grenzen liegen häufig unter dem Warenwert. Wir empfehlen ausdrücklich den Abschluss einer Warentransportversicherung, die wir auf Wunsch vermitteln.
Die Haftungsbegrenzungen gelten nicht bei Vorsatz oder Leichtfertigkeit im Sinne von § 435 HGB sowie bei Schäden an Leben, Körper und Gesundheit.
5. Schadenanzeige
Äußerlich erkennbare Schäden sind bei der Ablieferung auf dem Ablieferbeleg zu vermerken, äußerlich nicht erkennbare innerhalb von sieben Tagen schriftlich anzuzeigen (§ 438 HGB). Unterbleibt die Anzeige oder kommt sie zu spät, wird vermutet, dass das Gut vollständig und unbeschädigt abgeliefert wurde — der Anspruchsteller muss den Schaden dann selbst beweisen.
6. Vergütung und Zahlung
Preise verstehen sich netto zuzüglich Umsatzsteuer. Der Maut- und Energiefloater wird gesondert ausgewiesen und monatlich angepasst. Rechnungen sind ohne Abzug innerhalb von 14 Tagen zahlbar. Aufrechnung und Zurückbehaltung sind nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen zulässig.
7. Pfandrecht
Uns steht wegen aller fälligen Forderungen ein Pfandrecht am Gut zu (§ 441 HGB, § 464 HGB, Ziffer 20 ADSp 2017).
8. Verjährung, Recht, Gerichtsstand
Ansprüche verjähren in einem Jahr, bei Vorsatz oder Leichtfertigkeit in drei Jahren (§ 439 HGB). Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand für Kaufleute ist der Sitz des Auftragnehmers.
9. Verbraucher
Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Vorschriften, insbesondere die Sonderregeln für Umzugsverträge (§§ 451 ff. HGB) mit einer Haftung von 620 Euro je Kubikmeter Laderaum sowie das Widerrufsrecht bei Fernabsatz- und außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen. Einzelheiten stehen in der Widerrufsbelehrung.
Stand: 31. August 2026